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  Lutherkirche Fellbach
 

Weitere Informationen im Überblick:

Orgeldisposition der neuen Lenter Orgel
Orgelbeschreibung der neuen Lenterorgel zur Einweihung
Orgelgeschichte Lutherkirche






Das Orgelharmonium

stand während der Phase des Orgelneubaus als Leihgabe in der Lutherkirche. Es wurde 2008 durch die Orgelbaufirma Lenter GmbH, Sachsenheim erbaut. Es erklang in der Lutherkirche Fellbach bis Ende des Jahres 2016.

Es ist das einzig neu gebaute Instrument in dieser Form.

Das Besondere am Orgelharmonium liegt darin, zwei Instrumente - eine Pfeifenorgel und ein Druckwindharmonium - in einen Klangkörper zusammengeführt werden.

Das Orgelharmonium hat im Gesamten 8 durchgehende Register auf zwei Manualen verteilt (+ zwei halbe Schwebungsregister auf dem Harmonium). Dem Spieler steht auf dem ersten Manual ein historisches Druckwindharmonium, ein so genanntes "Vierspiel" (mit vier Register + Schwebungen) zur Verfügung (Zungenstock von Francesco Bruni - Paris 1857). Ein "Pedalspiel" gibt es nicht. Durch Treten der Schöpfbälge werden die Füße Teil der Musik.

Auf dem zweiten Manual steht dem Spieler eine Pfeifenorgel (Lenter 2008) auf mechanischer Kegellade mit vier Registern zur Verfügung. Ein Contrabass 16´ C - H vervollständig wahlweise die Oktavkoppel: Die Orgel steht in einem Schwellkasten, der mittels eines Kniehebels durch den Spieler geöffnet und geschlossen werden kann. Dieser Schwellkasten dient der klanglichen "Modulation der Obertöne der Orgelregister". Die Orgelregister sind individuell in ihrer Art, Bauform, Mensur und Intonationsweise auf die "durchschlagenden Zungen" des Druckwindharmonium abgestimmt. Ihre Klanglichkeit wurde nach klanglichen Prinzipien des Orgelbauers Eberhard Friedrich Walcker (1794-1872).* entwickelt.

Die Eigenschaften beider Instrumente verschmelzen zu einer neuen, dynamischen Klangeinheit. Das Ergebnis ist eine unzählige Vielfältigkeit an Klangfarben, auf kleinstem Raum zusammengefasst. Der Spieler ist nicht nur mit den Händen gefordert, sondern auch durch Nuancen genaues Registrieren sowie mit der Erzeugung und Steuerung des Windes durch die Füße beim Harmonium. Das sind beste Vorraussetzungen für ein neues Experimentieren, Analysieren und Hören auf Basis solider historischer Wurzeln und auch vergessener Klangschätze.

*Die Idee, diese Orgelpfeifenklanglichkeit, die Kegellade mit dieser besonderen Technik und die Dynamik der durchschlagenden Zunge im Expressionsspiel in einem Instrument (Orgelharmonium) zusammenzufassen, hat ihren Ausgang in einer "Salonorgel" aus dem Jahre 1877 durch den Orgelbauer Walcker (op.323). Es handelt sich um eine Orgel mit 7 Register (Serpent 16' im Pedal) auf Kegelladensystem gebaut in einen Generalschweller. Jedes Register hatte seine entsprechende Aufgabenstellung. Die Mensuren weisen eine ähnliche Entwicklung auf wie bei der Orgel in der ev. Stadtkirche Hoffenheim (E.Fr. Walcker op.42, 1846).










Foto: Orgelbau Lenter, www.orgelbau-lenter.de


Foto: Orgelbau Lenter, www.orgelbau-lenter.de

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