Die Orgel

Orgel-Einweihungskonzert Lutherkirche Fellbach
vom 17.4.2017

Die „K├Ânigin der Instrumente“ bringt Kirchenmusiker ins Schw├Ąrmen
(Zeitungsbeitrag vom 23.12.2017)

Teil 1 [PDF] >> | Teil 2 [PDF] >>

Die Orgel

Die Orgel der Lutherkirche Fellbach und die Forschungsergebnisse von Prof. Dr. h.c. Christoph Bossert zum Instrumentalwerk f├╝r einen bis vier Musiker von Johann Sebastian Bach im Film auf YouTube:

Christoph Bossert:
1) Bachportrait 1: Einf├╝hrung in das Thema Bach / Orgel / Zahlenbild

2) Bachportrait 2: Vierzehn Stationen als ein BACH-Portrait
Erl├Ąuterungen zum Konzertporgramm anl├Ąsslich der Orgeleinweihung der neuen Lenter-Orgel am Ostermontag 2017 in der Lutherkirche Fellbach

3) Orgelf├╝hrung der Lenter-Orgel der Lutherkirche Fellbach im s├╝ddeutsch-barocken Stil mit ├ťbergang in das romantische Klangbild
zum Video >>

4) Zahlenbilder zu Johann Sebastian Bachs Schaffen f├╝r einen bis vier Musiker mit Christoph und Simon Bossert

Das Ergebnis von Prof. Dr. h.c. Christoph Bosserts langj├Ąhrigen Forschung zu Johann Sebastan Bach ist, dass Bachs instrumentales Schaffen von Werken f├╝r einen bis vier Musiker einen besonderen Status genie├čt.
Die Br├╝cke zwischen der vokalen und der instrumentalen Komposition ist das Genre des Choralvorspiels. Hierbei macht sein Kompendium der 36 Chor├Ąle – aus der so genannten Neumeister-Sammlung – den Anfang unter insgesamt 18 instrumentalen Werkszyklen (Werkeinheiten). Dabei werden in dieser ersten Werkeinheit aus pr├Ągnanten musikalischen Situationen „Signaturen“, die fortan Bachs gesamtes Schaffen bestimmen. Hieraus erwachsen Zusammenh├Ąnge, die nicht zuletzt auf numerischer Ebene von ergreifender Sch├Ânheit und Aussagekraft sind.
(Stand 9.10. 2017)

Weiterf├╝hrende Informationen

„Neue Wege zu Bach – Eine Reise im Geiste“
Ein Beitrag von Thilo Frank, erschienen in:
W├╝rttembergische Bl├Ątter f├╝r Kirchenmusik 5 /
2017 September / Oktober 84. Jahrgang

Zum Beitrag >>

„Der Bibel Code im ┬┤Wohltemperirten Clavier┬┤ Teil I von Johann Sebastian Bach“,
erschienen auf Mainpost online am 18.09.2017
Bossert griff zur Bibel, denn „das Wort der Heiligen Schrift war f├╝r Bach Ausgangspunkt“.

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Neue Orgel der Lutherkirche Fellbach

Wenn Sie die Lutherkirche Fellbach durch den Haupteingang betreten, wird Ihr Blick sogleich auf die Orgel ├╝ber dem Altar gelenkt.

Das Instrument (Musik) steht in einer kirchlich-liturgischen Anordnung zum Altar (Sakrament), zur Kanzel (Predigt) und zum Taufstein (Taufe).

Es handelt sich hierbei um ein Zeugnis protestantischer Gottesdienst- und Kirchenbaukultur, die bis ins 16. Jahrhundert, sprich auf Martin Luther, zur├╝ckgeht.

Die neue Orgel der Lutherkirche Fellbach wird nach seinem historischen, denkmalgesch├╝tzten, s├╝ddeutschen Orgelgeh├Ąuse ausgerichtet (Prospekt aus dem Jahre 1779 von Johann Jakob Weinmar- Bondorf) und von Orgelbau Lenter GmbH aus Sachsenheim gebaut.

Informationen zum Aufbau der Orgel, zum Orgelbauer und
eine ├ťbersicht der Orgelpfeifen finden Sie im Flyer [PDF].

Wie lange dauerte der Orgelneubau?

Bis zur Fertigstellung der neuen Orgel, wurden mehr als 6.500 Arbeitsstunden ben├Âtigt.

Das historische Geh├Ąuse wurde in der Orgelbauwerkstatt Lenter GmbH in Sachsenheim aufgebaut.

Es musste stabilisiert und restauriert werden. Fehlende R├╝ckwandteile wurden angefertigt. Diese Vorgehensweise war notwendig, damit die neue Orgel den Dimensionen des alten Geh├Ąuses angepasst werden konnte. Allein schon die Planungen der Technik, Windladen, Windanlage und Spieltisch mit Zeichnungen dauerten mehr als f├╝nf Wochen. Alle gro├čen und kleinen Holzteile (80% der Orgel) wurden vor Ort handgefertigt.

Nach Zuschnitt der H├Âlzer wurde die Balganlage gebaut, die Windladen, die Gestelle und die Holzpfeifen.

Die Metallpfeifen wurden bei einer Spezialfirma in der N├Ąhe der Orgelbaufirma angefertigt.

Es folgten der Bau des Spieltisches und die Mechanikarbeiten.

Nach Fertigstellung wurden wieder alle Bauteile in der Werkstatt abgebaut und Schritt f├╝r Schritt in die Lutherkirche Fellbach gebracht. Nachdem dort der technische Aufbau erfolgt war, wurde jede klingende Pfeife in der Kirche intoniert und ihrem Platz in der Orgel zugeordnet. Diese letzte klanggestalterische Arbeitsphase brauchte entsprechend Zeit und eine st├Ârungsfreie stille Kirche.

Die Orgel im s├╝ddeutsch-barocken Stil mit ├ťbergang in die fr├╝he Romantik hat 31 Register und 2048 Pfeifen verteilt auf R├╝ckpositiv, Hauptwerk, Hinterwerk und Pedal, ein Tritt f├╝r eigenen Schweller Vox humana, ein Tritt f├╝r den Windschweller Physharmonika, eine freie Windanlage mit zwei Faltenb├Ąlgen und ein Keilbalg f├╝r das R├╝ckpositiv. Alle Trakturen und Registerz├╝ge sind rein mechanisch.

Die Orgeleinweihung im Gottesdienst
erfolgte am 1. Advent 2016 mit der Widerauff├╝hrung der ÔÇ×DanckkantateÔÇť von Samuel Gottlob Auberlen (1780).

Die Orgeleinweihung im Konzert
erfolgte am Ostermontag, 17.4.2017, durch Prof. Dr. h.c. Christoph Bossert (W├╝rzburg).